Der erwartete Jahresenergieertrag (AEP) ist die Schlüsselgröße jeder Windparkfinanzierung. Bankfähige Ertragsgutachten folgen der FGW Technischen Richtlinie 6 (TR6) und quantifizieren Unsicherheiten als P50/P75/P90-Überschreitungswahrscheinlichkeiten. Wir erklären Methodik, Messverfahren, Wake-Verluste und neue Optimierungsansätze (KI/Wake Steering).
Quellen: FGW e.V., TÜV Nord, DNV.
Ertragsgutachten — Methodik-Kette, Unsicherheitsbudget und P-Werte (FGW TR6)
Sie benötigen ein bankfähiges Ertragsgutachten nach FGW TR6, eine Windmessung oder eine Layoutoptimierung für Ihr Windparkprojekt? Wir vermitteln an akkreditierte Gutachter und spezialisierte Planungsbüros.
Anfrage stellenErtragsgutachten sind die Grundlage millionenschwerer Investitionsentscheidungen. Wir geben keine eigenen Ertragsprognosen ab, sondern erklären die Methodik. Alle Zahlen auf diesen Seiten stammen aus öffentlich zugänglichen, zitierbaren Quellen (FGW, DNV, TÜV, Fraunhofer IWES). Achtung: Häufig zitierte KI-Mehrertragszahlen (12–17 %) sind Bestfall-Werte unter Laborbedingungen — der Jahres-AEP-Uplift eines realen Parks liegt deutlich niedriger. Details unter KI-Ertragsoptimierung.
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| FGW TR6 | Technische Richtlinie 6 der Fördergesellschaft Windenergie — Standard für Ertragsgutachten in DE |
| MEASNET | Internationaler Verband für Windmess-Qualitätssicherung |
| P50 | Energieertrag, der mit 50 % Wahrscheinlichkeit überschritten wird (Median-Erwartung) |
| P90 | Energieertrag, der mit 90 % Wahrscheinlichkeit überschritten wird (konservativ, für Banken) |
| Wake-Verluste | Ertragsminderung durch Nachlauf-Turbulenzen vorgelagerter Turbinen |
| Parkwirkungsgrad | Verhältnis tatsächlicher Parkertrag zu Summe der Einzelanlagen-Erträge ohne Interaktion |
| Wake Steering | Gezielte Gierbewegung (Yaw) der vorgelagerten Anlage, um den Nachlauf abzulenken |