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Glossar Windenergie — 100 Fachbegriffe

A-Z-Übersicht der wichtigsten Begriffe und Abkürzungen aus der Onshore-Windenergie — von Anlagentechnik über Genehmigungs-Recht bis zur Wirtschaftlichkeit. Mit Links zu den Detailseiten für tiefer gehende Themen.

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Abnahmemessung
Behördlich vorgeschriebene Messung des Schallleistungspegels nach Inbetriebnahme — innerhalb 6 Monaten, nach FGW TR 1 / IEC 61400-11. Verifiziert die Werte aus der Schallimmissionsprognose.
Antikollisionssystem (ABS)
Kamera- oder Radar-Erkennung anfliegender Vögel mit automatischer Anlagen-Abschaltung. Standard-Schutzmaßnahme im zentralen Prüfbereich nach § 45b BNatSchG. Kosten 100.000–250.000 €/Anlage.
Anzulegender Wert
Der vom EEG garantierte Mindestpreis (€/MWh) aus dem Ausschreibungs-Verfahren. Differenz zum Monatsmarktwert ergibt die Marktprämie. Höchstwert 2026: 7,35 ct/kWh.
Artenschutzgutachten
Pflicht-Gutachten im BImSchG-Verfahren mit avifaunistischer und Fledermaus-Erfassung über mindestens eine Brutsaison. → Detail
Asset-Management
Kaufmännische Betriebsführung einer Wind-Anlage: Vermarktung, Versicherung, Wartungs-Koordination, Behörden-Kontakte. Kosten typisch 1–2 €/MWh.
Ausschreibung (BNetzA)
EEG-Vergabe-Mechanismus für Wind-Strom-Förderung. Vier Termine pro Jahr, Pay-as-Bid-Auktion, Höchstwert 7,35 ct/kWh (2026). → Detail
AVV-Kennzeichnung
Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Kennzeichnung von Luftfahrthindernissen. Regelt Anlagen-Befeuerung und Bedarfsgesteuerte Nachtkennzeichnung.
Avifaunistisches Gutachten
Vogel-Teil des Artenschutzgutachtens. Methodenstandards nach Südbeck et al. (DDA 2005), 6–10 Begehungen März–August. → Detail
BauGB § 35
Bauplanungsrechtliche Privilegierung der Windenergie im Außenbereich seit 1996. → Detail
Bauleitplanung
Kommunaler Flächennutzungs- und Bebauungsplan. Steuert WEA-Standorte über Konzentrationszonen oder Eignungsgebiete.
Bilanzkreis
Saldo aus Strom-Einspeisung und -Entnahme eines Vermarkters. Direktvermarkter trägt das Bilanzkreis-Risiko (Differenz Wind-Prognose vs. realer Wind).
BImSchG — Bundes-Immissionsschutzgesetz
Bundesgesetz, regelt Anlagengenehmigung. WEA > 50 m Gesamthöhe genehmigungspflichtig. → Detail
Blattwinkelverstellung (Pitch-Control)
Aktive Anpassung des Rotorblatt-Anstellwinkels zur Leistungs-/Drehzahl-Regelung. Standard bei modernen Anlagen, dient auch der Schallreduktion im Nachtmodus.
BNatSchG — Bundesnaturschutzgesetz
Regelt Artenschutz (§ 44 Tötungs-/Störungsverbot), FFH-Verträglichkeitsprüfung (§ 34), Eingriffsregelung (§§ 13–17), WEA-Ausnahmen (§ 45b).
BNK — Bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung
Anti-Blink-System: rote Anlagen-Befeuerung leuchtet nur bei Flugzeug-Annäherung. Pflicht seit 2020. → Detail
Brandschutzkonzept
Pflicht-Bestandteil des BImSchG-Antrags, mit Risiko-Analyse aller Brandquellen + Selbstlöschanlage in der Gondel. → Detail
Bürgerwind
Beteiligungsmodelle für Anwohner/Gemeinden — Pflicht in MV, BB, NRW. Genossenschaft oder GmbH & Co. KG, EK-Rendite 4–6 % p. a. → Detail
CAPEX — Capital Expenditures
Investitionskosten in € oder €/kW. Onshore-Wind 2026 typisch 1.200–1.700 €/kW. → Detail
CEF-Maßnahme
Continuous Ecological Functionality — vorgezogene Ausgleichsmaßnahme im Artenschutz, muss vor Eingriff wirksam sein.
Corine Land Cover
EU-Datenbank zur Landnutzungs-Klassifikation (1 ha-Raster). Standard-Datenquelle für Bodenrauigkeit in Wind-Modellierungen.
CRF — Capital Recovery Factor
Annuitäten-Faktor zur Umrechnung der CAPEX in jährliche Annuität. Bei r=5 %, n=20: CRF ≈ 0,0802.
CT — Schubbeiwert
Aerodynamischer Beiwert für den Schub des Rotors. Maßgeblich für die Wake-Turbulenz hinter der Anlage. Volllast typisch 0,75–0,85.
DCF — Discounted Cash Flow
Wirtschaftlichkeits-Methode: künftige Cashflows auf heutigen Barwert diskontiert. Standard für Wind-Investitions-Bewertung.
DIBt-Richtlinie
Richtlinie für Windenergieanlagen des Deutschen Instituts für Bautechnik. Statik-Standard für WEA.
DIN ISO 9613-2
Internationaler Standard für Schallausbreitung im Freien — Grundlage jeder Schallimmissionsprognose.
Direktvermarktung
Pflicht seit EEG 2014 für alle WEA > 100 kW. Strom geht über Vermarkter an Strombörse oder PPA-Partner. → Detail
Doorway-Page
Google-Strafe für Pages, die nur als Lead-Schleuse ohne eigenständigen Inhalt dienen. Programmatic-SEO muss Doorway-Pattern vermeiden.
DSCR — Debt Service Coverage Ratio
Verhältnis aus Cashflow zu Schuldendienst. Bank-Standard für Wind-Finanzierungen: P50 ≥ 1,25×, P90 ≥ 1,10×.
EEG — Erneuerbare-Energien-Gesetz
Bundesgesetz für die Vergütung erneuerbarer Stromerzeugung. Aktuell EEG 2024. § 2: „überragendes öffentliches Interesse" der Windenergie. → Detail
Eingriffsregelung
§§ 13–17 BNatSchG. Eingriff in Natur und Landschaft muss vermieden, gemindert, ausgeglichen oder ersetzt werden. → LBP
Eisansatz-Erkennung
Sensorik zur Detektion von Eis am Rotorblatt mit automatischer Abschaltung. Pflicht bei Verkehrswegen in Wurfweite. Anbieter: Bofin, Eologix, Wölfel iSpin.
Eisfallgutachten
Prüft Eis-Wurfweite (Seifert-Formel: 1,5 × (D+H)) und Gefährdung für Verkehrswege. → Detail
ERA5
Copernicus-Reanalyse-Datensatz für Klimadaten, einschließlich Windgeschwindigkeit. Standard für Langzeit-Hochrechnung in Wind-Gutachten.
Erörterungstermin
Öffentliche Verhandlung im förmlichen BImSchG-Verfahren, wo Einwendungen mit Antragsteller und Behörde diskutiert werden.
FFH-Gebiet
Schutzgebiet nach EU-Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie. Teil des Natura-2000-Netzes.
FFH-Verträglichkeitsprüfung
§ 34 BNatSchG. Prüft Verträglichkeit eines Vorhabens mit den Erhaltungszielen eines FFH-/Vogelschutzgebiets. → Detail
FGW TR 1
Technische Richtlinie der Fördergesellschaft Windenergie. Standard für Schallleistungspegel-Vermessung von WEA.
Fledermausgutachten
Erfassung kollisionsgefährdeter Fledermausarten mit Gondel-Monitoring April–Oktober. Ableitung Abschalt-Algorithmus. → Detail
Fundament
Flach-Fundament (Beton, 600–1.500 m³) oder Pfahlgründung. Statisch nach DIBt-Richtlinie bemessen.
Generator
Stromerzeuger in der Gondel. Doppelt gespeiste Asynchron- oder Synchron-Generatoren mit Vollumrichter (moderne Anlagen).
Gesamthöhe
Nabenhöhe + halber Rotor-Durchmesser. Maßgeblich für BImSchG-Pflicht (> 50 m), Anflug-Befeuerung (> 100 m), Tageskennzeichnung (> 150 m).
Gondel
Maschinenhaus auf dem Turm. Enthält Generator, Hauptlager, ggf. Getriebe, Trafo, Steuerung.
Greenfield
Neubau-Standort ohne Vor-Bebauung — im Gegensatz zu Repowering-Standorten mit Bestandsanlagen.
Hellmann-Exponent
Exponent in der Höhen-Extrapolation der Windgeschwindigkeit. Onshore α ≈ 0,16–0,28, Wasser α ≈ 0,10.
Helgoländer Papier
„Abstandsempfehlungen für Windenergieanlagen zu bedeutsamen Vogellebensräumen" der LAG VSW. Tabu- und Prüfbereiche für 24 Vogelarten. Teils durch § 45b BNatSchG abgelöst.
Horst-Kontrolle
Gezielte Suche nach Greifvogel-Horsten im Plangebiet und Umkreis. Teil der avifaunistischen Erfassung.
ICAO-Befeuerung
Internationale Hindernis-Kennzeichnung für die Luftfahrt — rote Nachtfeuer + weiße Tagesfeuer. Heute meist über BNK bedarfsgesteuert.
IEC 61400-1
Internationaler Standard für Konstruktions-Anforderungen an Wind-Anlagen. Definiert Anlagenklassen I–IV (Windklasse) und A/B/C (Turbulenzklasse). → Turbulenz-Tool
Immissionsort (IO)
Schutzwürdiger Punkt (Wohngebäude), an dem Schall/Schatten bewertet wird.
Inertia (Schwungmasse)
Rotor-Trägheit. Beeinflusst Netz-Stabilität — Wind-Anlagen mit Vollumrichter haben „synthetische" Inertia über Frequenzregelung.
Infraschall
Schall < 20 Hz. In TA-Lärm nicht erfasst. Studien (UBA 2020) zeigen keine gesundheitlichen Effekte unter Wahrnehmungsschwelle.
IRR — Internal Rate of Return
Diskontsatz, bei dem NPV = 0. Standard-Renditemaß für Wind-Projekte. Onshore-Wind 2026: 7–10 % typisch. → Tool
Jensen-Wake-Modell
Lineares Wake-Ausbreitungs-Modell (Jensen 1983). Standard für Layout-Optimierung. Weiterentwickelt zu Larsen, FUGA, NO-Jensen.
Kapazitätsfaktor
Verhältnis Jahresertrag / theoretischer Vollast-Jahresertrag. Onshore typisch 25–40 %, Offshore 40–55 %.
Klage-Risiko
Anerkannte Naturschutz-Vereinigungen (BUND, NABU) können nach Umweltrechtsbehelfsgesetz klagen. Häufigster Verzögerungsgrund im BImSchG-Verfahren.
Konzentrationszone
Im Flächennutzungsplan der Gemeinde festgesetzte Fläche, in der WEA zulässig sind — mit Ausschluss-Wirkung außerhalb (vor WaLG-Reform).
LAI-Hinweise
„Hinweise zur Ermittlung und Beurteilung der optischen Immissionen von WEA" (LAI 2002). Definiert die 30/30/8-Regel für Schattenwurf. → Detail
Larsen-Wake-Modell
Weiterentwicklung des Jensen-Modells mit besserer Genauigkeit im Nahfeld. Standard in WindPRO und WindFarmer.
LBP — Landschaftspflegerischer Begleitplan
Eingriffs-Ausgleichs-Bilanz nach § 15 BNatSchG. Pflicht-Bestandteil des BImSchG-Antrags. → Detail
LCOE — Levelized Cost of Energy
Stromgestehungskosten in €/MWh über Lebensdauer. Zentrale Wirtschaftlichkeits-Kennzahl. → Detail · Tool
LIDAR — Light Detection And Ranging
Laser-basierte Wind-Messung. Alternative zum Windmast, deutlich schneller aufzubauen. Seit 2020 IEC-zertifiziert für Bank-Tauglichkeit.
LWA — Schallleistungspegel
Schall, der von der Anlage abgegeben wird (in dB(A)). Quellwert für jede Schallimmissionsprognose. Moderne Onshore-WEA: 104–109 dB(A).
Marktprämie
Differenz zwischen anzulegendem Wert und Monatsmarktwert Wind. → Detail
MaStR — Marktstammdatenregister
Datenbank der Bundesnetzagentur über alle deutschen Stromerzeugungs-Anlagen.
MEASNET
Zertifizierungs-Netzwerk für Wind-Messungen. MEASNET-Audit-Standard für Bank-Tauglichkeit der Wind-Gutachten.
MERRA-2
NASA-Reanalyse-Datensatz. Standard-Langzeit-Referenz für Wind-Ertragsprognosen.
Mode (Anlagen-Modus)
Hersteller-zertifizierter Betriebsmodus mit definiertem LWA-Wert. Standard: Mode 0 = volle Leistung; Mode 3 = schallreduziert (typisch −3 bis −6 dB).
Nabenhöhe
Höhe der Rotor-Nabe über Boden. Moderne Onshore-WEA: 130–180 m, im Wald bis 200 m.
Nachtmodus
Schallreduzierter Betrieb 22–06 h. Drehzahl-/Pitch-Reduktion senkt LWA um 2–6 dB. Ertragsverlust 1–4 % p. a.
Natura 2000
Europäisches Schutzgebiets-Netz aus FFH- und Vogelschutzgebieten. Schutzziele über § 34 BNatSchG.
Netzanschluss
Verbindung der Anlage zum öffentlichen Stromnetz. Mittelspannung 20 kV oder Hochspannung 110 kV. Anschluss-Kosten 500.000–1.500.000 € pro Park.
NPV — Net Present Value
Barwert aller diskontierten Cashflows abzüglich Investition. Positiv = wirtschaftlich.
Onshore vs. Offshore
Onshore = an Land, Offshore = im Meer. Repowering Hub behandelt Onshore.
Ökopunkte
Handelbare Naturschutz-Zertifikate. Alternative zu eigenen Ausgleichsflächen — Kosten 0,80–2,00 €/Punkt.
OPEX — Operating Expenditures
Laufende Betriebskosten. Onshore 2026 typisch 20–30 €/MWh. → Detail
Pacht
Nutzungs-Entgelt für Standort-Flächen. Marktüblich 6–10 % vom Stromumsatz + Fix-Anteil. → Detail
Park-Layout
Räumliche Anordnung mehrerer WEA. Optimierung minimiert Wake-Verluste — siehe Turbulenz-Indikator.
Payback-Zeit
Zeit, bis die kumulierten Cashflows die Investition zurückgezahlt haben. Onshore-Wind 2026 typisch 10–12 Jahre.
P50, P75, P90
Wahrscheinlichkeits-Quantile der Ertragsprognose. P50 = Mittelwert, P90 = sehr konservativ (Bank-Standard).
PPA — Power Purchase Agreement
Langfristiger Stromliefervertrag zwischen Betreiber und Industriekunde. → Detail
Privilegierung
Bevorzugte bauplanungsrechtliche Behandlung im Außenbereich nach § 35 BauGB. Voraussetzung für WEA-Standorte.
Quellenhöhe
Schall-/Schattenwurf-Quelle = Nabenhöhe. Berechnungs-Standard in DIN ISO 9613-2.
Rastvögel
Ziehende Vögel, die während Frühjahrs- und Herbst-Zug am Standort rasten. Erfassung bei Zugkorridor-Lage 8–12 Begehungen Sept–April.
Refurbishment
Großwartung mit Komponententausch — Alternative zum Repowering bei guten Standorten und intakter Anlage.
Regionalplanung
Raumordnung auf Landes-/Regionsebene. Steuert WEA-Standorte über Vorrang-, Eignungs- und Konzentrationszonen. → Detail
Repowering
Ersatz alter WEA durch neue, leistungsstärkere Anlagen. → Detail
Rotmilan-Tabu
Nach § 45b BNatSchG: 1.500 m Nahbereich (i. d. R. nicht genehmigungsfähig), 1.500–4.000 m Prüfbereich.
Rotor
3-Blatt-Rotor mit 100–180 m Durchmesser. Moderne Großanlagen 162–175 m.
Rückbau
Verpflichtung nach § 35 Abs. 5 BauGB: vollständiger Anlagen-Rückbau am Lebensende, gesichert durch Bürgschaft. → Detail
Sabine-Formel
Vereinfachte Schattenwurf-Geometrie: maximale Schatten-Länge aus Anlagenhöhe und Sonnenstand. Grundlage von Vorab-Indikationen.
Schattenwurf
Bewegter Rotor-Schatten an Wohngebäuden. LAI-Grenzwerte: 30 h/a, 30 min/Tag, 8 h/a real. → Detail
Schallimmissionsprognose
Berechnung der Schallpegel an Wohnbebauung nach DIN ISO 9613-2. Pflicht im BImSchG-Verfahren. → Detail
Schallschutzgutachten
Erweiterte Schallprognose + Schutzkonzept (Nachtmodus). → Detail
Schwachwind-Anlagen
Anlagen mit niedriger spezifischer Leistung (≤ 280 W/m²). Für Süd-/Binnenstandorte. → Detail
Schwarzstorch-Schutz
3 km Tabu-Bereich + 10 km Ablenkkorridor. Häufigster Konfliktart in Brandenburg.
Standsicherheitsnachweis
Statischer Nachweis nach DIBt-Richtlinie + Eurocodes. Prüfung durch unabhängigen Prüfingenieur. → Detail
Standortqualitätsfaktor
Verhältnis aus erzieltem Ertrag zum Referenzstandort. Bei Faktor < 100 % EEG-Korrektur des anzulegenden Werts (Schwachwind-Bonus).
Süd-Bonus
EEG-Aufschlag von 0,30 ct/kWh für Standorte in BW, BY, HE, RP, SL.
TA Lärm
Sechste Allg. Verwaltungsvorschrift zum BImSchG. Schall-Beurteilungsmaßstab. → Detail
Trafostation
Mittelspannungs-Trafo zur Strom-Umspannung vor der Netzeinspeisung. Im Turmfuß oder als separate Station.
Turbulenz-Intensität
Variabilität der Windgeschwindigkeit. IEC-61400-1 Klasse A 16%, B 14%, C 12%. → Tool
Typenzertifikat
Anlagen-Hersteller-Zertifikat zur Standsicherheit + Aerodynamik. Wird durch DEWI-OCC, TÜV, DNV ausgestellt.
ÜNB — Übertragungsnetzbetreiber
50Hertz (Ost-DE), Amprion (West), TenneT (Nord-DE), TransnetBW (Süd). Zahlt EEG-Marktprämie.
UVP — Umweltverträglichkeitsprüfung
Nach UVPG für WEA ab 20 Anlagen (Pflicht), 3–19 Anlagen (Vorprüfung). → Detail
UVS — Umweltverträglichkeitsstudie
Das Hauptdokument der vollen UVP — alle Schutzgüter (Mensch, Tier, Pflanze, Boden, Wasser, Klima, Landschaft, Kulturgüter).
Verfügbarkeit
Anteil der Zeit, in der die Anlage technisch verfügbar ist. Hersteller-Garantie 95–98 %. Standard 97 %.
Vermarkter
Direktvermarkter wie Statkraft, Axpo, EnBW, Next Kraftwerke. Übernehmen Strom + Bilanzkreis-Risiko gegen Gebühr 1,2–2,5 €/MWh.
Visualisierung
Fotomontagen aus 6–12 repräsentativen Sichtpunkten. Pflicht im förmlichen BImSchG-Verfahren. → Detail
Volllaststunden (VLh)
Rechnerische Stunden mit Nennleistung pro Jahr. Onshore-Wind 1.500–4.000 VLh. → Detail · Tool
Vtip — Blattspitzengeschwindigkeit
Geschwindigkeit der Rotorblatt-Spitze. Moderne Onshore-WEA 70–90 m/s.
WACC — Weighted Average Cost of Capital
Gewichtete Kapitalkosten EK + FK. Diskontsatz für DCF/LCOE. Wind 2026 typisch 4–7 %.
Wake-Effekt
Strömungs-Nachlauf hinter einer Anlage mit reduzierter Wind-Geschwindigkeit und erhöhter Turbulenz.
WaLG — Wind-an-Land-Gesetz
2022 in Kraft. Verpflichtet Bundesländer zu 2,2 % Flächen-Ausweisung bis 2032. → Detail
Weibull-Verteilung
Statistische Verteilung der Windgeschwindigkeit am Standort. Zwei Parameter: A (Skala), k (Form). Onshore typisch k=2,0.
Wespenbussard-Tabu
1.000 m Nahbereich + 4.000 m Prüfbereich nach § 45b BNatSchG. Brutdichte häufig unterschätzt.
Windhöffigkeit
Mittlere Windgeschwindigkeit am Standort. Onshore-Wirtschaftlichkeits-Schwelle ca. 5,5 m/s in Nabenhöhe. → Detail
Windpark
Mehrere WEA an einem Standort mit gemeinsamer Netzanbindung. Wake-Verluste typisch 5–10 %.
ZVI — Zone of Visual Influence
Sichtbarkeits-Karte: aus welchen Bereichen sind die Anlagen sichtbar. Teil der Visualisierungs-Gutachten.
Zugkorridor
Räumliche Konzentrations-Linie des Vogelzugs. Bei WEA-Standorten in Zugkorridoren zusätzliche Rastvogel-Erfassung Sept–April.

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