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Eigenverbrauch vs. EEG-Direktvermarktung

Bei Standort-nahem Strom-Verbraucher (Industrie, Gewerbe) kann der Eigenverbrauch des Wind-Stroms wirtschaftlicher sein als die EEG-Marktprämie. Der Vergleich zeigt, ab welcher Eigenverbrauchsquote sich das Modell lohnt.

Eingaben

Ergebnis

EEG-Modell Erlös
€/a (Marktwert + Marktprämie)
Eigenverbrauchs-Modell Erlös
€/a (vermiedene Kosten + Reststrom)
Mehr-Erlös Eigenverbrauch
€/a Vorteil

Modell-Logik

  • EEG-Modell: Erlös = Marktwert + Marktprämie = anzulegender Wert über alle Mengen
  • Eigenverbrauch-Modell: Eigenverbrauchs-Anteil × (Industrie-Strompreis + Netzentgelte) + Rest-Anteil × Marktwert
  • Vergleich auf Brutto-Ebene, ohne EEG-Umlage und Sondersteuer-Effekte
Wann lohnt Eigenverbrauch? Wenn der Industrie-Strompreis vor Ort > 18 ct/kWh liegt UND die Eigenverbrauchsquote > 50 % erreicht wird. Bei flexiblen Standort-Verbrauchern (z. B. Elektrolyseure, Rechenzentren) auch bei niedrigeren Preisen vorteilhaft.

Steuer- und Rechts-Hinweise

  • EEG-Umlage seit 2022 abgeschafft — vereinfacht das Eigenverbrauchs-Modell deutlich
  • Stromsteuer (2,05 ct/kWh) kann bei Direkt-Lieferung an Industriekunden vermieden werden (energieintensive Unternehmen)
  • Netzentgelte werden vermieden, wenn ohne Inanspruchnahme des Netzes geliefert
  • Bei separatem Bilanzkreis (Industrie + WEA) komplexere Abrechnung

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