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Tool · IRR · DCF-vereinfacht

Repowering-IRR-Rechner

Schnelle Rendite-Indikation für ein Repowering-Projekt: aus CAPEX, jährlichem Cashflow und Laufzeit werden Interner Zinsfuß (IRR), Net Present Value (NPV) und Payback-Zeit berechnet.

Eingaben

Ergebnis

IRR
Interner Zinsfuß
NPV
bei o.g. WACC
Payback-Zeit
undiskontiert

Wie funktioniert die Berechnung?

Newton-Iteration auf den IRR (Diskontsatz, bei dem NPV = 0):

NPV  =  −CAPEX  +  Σt=1..n (CF · (1+g)t-1) / (1+r)t

Benchmark-IRR für Onshore-Wind 2026

Projekt-ProfilIRR
Pension-Fund-Asset (sicher)5–7 %
Standard-Repowering (Norddeutschland)7–10 %
Süd-Standort mit Schwachwind6–8 %
Greenfield Top-Standort8–12 %
Private Equity Risiko-Tranche10–15 %

Wann lohnt sich Repowering wirtschaftlich?

Repowering lohnt sich typischerweise ab einem IRR oberhalb des WACC — für die meisten Wind-Projektierer liegt die Schwelle bei 6–8 %. Standorte mit bestehender Erschließung, gesichertem Netzanschluss und bewiesener Windhöffigkeit erreichen in der Regel bessere IRR-Werte als Greenfield-Projekte, weil Infrastruktur-Kosten entfallen. Entscheidend sind CAPEX pro kW, erzielbarer Strompreis (EEG oder PPA) und die tatsächlichen Volllaststunden am Standort.

Warum die Wahl des Diskontsatzes (WACC) über das Ergebnis entscheidet

Der WACC (Weighted Average Cost of Capital) ist keine feste Größe, sondern ein Mix aus Eigenkapitalrendite-Anspruch und Fremdkapitalzins, gewichtet nach dem Verhältnis von Eigen- zu Fremdkapital im Projekt. Ein Projekt mit 80 % Fremdfinanzierung zu 3 % Zins und 20 % Eigenkapital mit 12 % Renditeanspruch hat einen deutlich niedrigeren WACC als eines mit umgekehrter Struktur — entsprechend fällt auch der NPV bei gleichem Cashflow höher aus. Wer den Rechner mit einem zu niedrig angesetzten WACC füttert, überschätzt systematisch die Attraktivität eines Projekts. Für eine grobe Einordnung hilft es, den WACC einmal mit 4–5 % (günstige Fremdfinanzierung, stabiler Cashflow) und einmal mit 8–9 % (höheres Risiko, teurere Finanzierung) durchzurechnen und die Bandbreite des NPV zu betrachten, statt sich auf einen einzelnen Punktwert zu verlassen.

Sensitivität: Was passiert bei schwankendem Cashflow?

Reale Windjahre schwanken üblicherweise um mehrere Prozentpunkte um den langjährigen Mittelwert — ein einzelnes schwaches Windjahr kann den Cashflow spürbar drücken, ohne dass sich am Anlagenzustand etwas ändert. Der Rechner arbeitet mit einem geglätteten, im Jahresverlauf konstanten oder gleichmäßig wachsenden Cashflow und bildet solche Schwankungen nicht ab. In der Praxis lohnt es sich, den eingegebenen Cashflow probeweise um ±15 % zu variieren und zu prüfen, wie stark IRR und Payback-Zeit darauf reagieren: Ist die Veränderung gering, ist das Projekt robust gegenüber Windjahr-Schwankungen; reagiert der IRR stark, sollte die Finanzierungsstruktur diesen Risikopuffer explizit berücksichtigen — etwa über einen Cashflow-Reserve-Account, wie er bei projektfinanzierten Windparks üblich ist.

Annahmen & Grenzen des Rechners

Der Rechner diskontiert einen einzigen, jährlich konstant oder mit fester Rate wachsenden Cashflow über die eingegebene Laufzeit und löst per Newton-Iteration den internen Zinsfuß — den Diskontsatz, bei dem der NPV null wird. NPV wird beim eingegebenen WACC ausgewiesen, die Payback-Zeit undiskontiert. Das ist eine bewusst schlanke DCF-Näherung: ein geglätteter Cashflow statt einer Jahr-für-Jahr-Planung. In der Realität schwankt der Cashflow mit dem Windjahr, dem Strompreis, auslaufenden EEG-Zahlungen, Wartungs- und Reparaturzyklen sowie der Steuerlast — all das bildet das Tool nicht ab.

Nicht enthalten sind außerdem Fremdkapitalstruktur und Zinsdienst, Restwert bzw. Rückbaukosten am Laufzeitende, Inflationseffekte auf der Kostenseite und projektspezifische Risikozuschläge. Der Rechner sagt daher nichts über Bankfähigkeit oder Genehmigungsfähigkeit aus. Er liefert eine erste Rendite-Indikation, um Projekte grob einzuordnen — eine belastbare Investitionsentscheidung braucht ein Full-DCF-Modell mit Sensitivitäten und Stress-Tests aus einem Ingenieurbüro oder von einem Wind-Wirtschaftsprüfer. Als Input für den Cashflow hilft die Kombination aus Ertragsrechner, Investitionskosten-Schätzer und LCOE-Rechner.

Wie empfindlich die IRR auf einzelne Annahmen reagiert

Von den gängigen Eingabegrößen wirkt sich der Fremdkapitalzins in der Praxis oft stärker auf die Eigenkapitalrendite aus als eine moderate Abweichung beim Jahresertrag — ein Effekt der Hebelwirkung (Leverage), der bei hohem Fremdkapitalanteil zunimmt. Umgekehrt reagiert die IRR empfindlich auf den Zeitpunkt größerer Kostenblöcke: ein um ein Jahr verschobener Rückbau am Laufzeitende verändert den Barwert anders als eine gleich hohe, aber früher anfallende Kostenposition. Genau deshalb ersetzt eine einzelne IRR-Zahl kein Sensitivitätsmodell mit mehreren Szenarien.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen IRR und NPV?

Der IRR ist eine Prozent-Rendite und unabhängig von einem gesetzten Diskontsatz — er sagt, wie hoch die interne Verzinsung des Projekts ist. Der NPV ist ein Euro-Betrag und misst, wie viel Wert das Projekt bei einem konkret gewählten WACC über die Kapitalkosten hinaus schafft. Ein positiver NPV bedeutet: Die Rendite liegt über dem WACC.

Welcher IRR gilt als gut für Repowering?

Er muss oberhalb des WACC liegen. Für viele Wind-Projektierer beginnt die attraktive Zone bei etwa 6–8 %; Standorte mit vorhandener Erschließung und gesichertem Netzanschluss erreichen oft bessere Werte als Greenfield. Die Benchmark-Tabelle oben gibt Bandbreiten je Projektprofil.

Warum weicht die Payback-Zeit von der IRR-Aussage ab?

Die Payback-Zeit hier ist undiskontiert — sie zählt nur, wann die Summe der Cashflows die Investition deckt, ohne den Zeitwert des Geldes. Zwei Projekte mit gleichem Payback können unterschiedliche IRR haben, wenn ihre Cashflows zeitlich anders verteilt sind. Für die Wirtschaftlichkeit ist der IRR aussagekräftiger.

Warum unterscheidet sich der IRR aus diesem Rechner von Bank-Modellen?

Banken und Projektfinanzierer rechnen mit einem Jahr-für-Jahr-Cashflow-Modell, das degressive Wartungskosten, EEG-Vergütungsdauer, Instandhaltungsrücklagen und Zinsstaffeln über die gesamte Laufzeit einzeln abbildet. Dieser Rechner glättet all das zu einem einzigen Wachstumspfad. Die Differenz zwischen beiden Werten ist normal und kein Fehler — sie zeigt lediglich, dass die Vereinfachung hier für eine erste Einschätzung gedacht ist, nicht als Ersatz für ein bankfähiges Finanzmodell.

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