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Repowering-Ertragsrechner

Lohnt sich Repowering an deinem Standort? Die kurze Antwort hängt von zwei Dingen ab: wie viel mehr Strom die neuen Anlagen produzieren (Größe × Volllaststunden) und welcher Strompreis dafür realisierbar ist (EEG-Ausschreibung, Marktprämie, PPA). Dieser Rechner liefert dir die Größenordnung.

Bestandsanlagen

Neuanlagen (Repowering-Ziel)

Wie wird gerechnet?

Jahresertrag = Anzahl Anlagen × Nennleistung (kW) × Volllaststunden (h/a) ÷ 1.000 ergibt MWh/Jahr. Mehr-Einnahme = Mehrertrag (MWh) × 1.000 × Strompreis (ct/kWh) ÷ 100 ergibt €/Jahr. Beide Werte sind Brutto-Stromerlös ohne Betriebskosten — Wartung (~1–2 ct/kWh), Pacht, Direktvermarktungs-Aufschlag, Versicherung, Rückstellung Rückbau müssen für die Netto-Marge abgezogen werden.

Realistische Eckwerte

GrößeBestand (2000–2010 typisch)Neuanlage (2026)
Nennleistung1,5–2,5 MW5,0–7,2 MW
Nabenhöhe80–100 m135–170 m
Rotordurchmesser70–90 m140–172 m
Volllaststunden Onshore Schwachwind1.700–2.2002.800–3.500
Spez. Ertrag (kWh/kW)1.700–2.2002.800–3.500
Wichtig — der Rechner liefert Größenordnung, nicht Genehmigungsbasis: echte Volllaststunden hängen von Standort (Wind, Topographie, Wake), Anlagentyp (Schwachwind- vs. Starkwind-Auslegung) und Abregelung (Schattenwurf, Schall-Nacht, Artenschutz, Netz) ab. Eine belastbare Ertragsprognose erstellt das Ingenieurbüro mit standortspezifischen Wind-Daten (MEASNET-Messung oder LiDAR) und einem Modell wie WindPRO.

Wirtschaftlichkeit — was außer dem Bruttoerlös zählt

  • Investition: moderne 6-MW-Anlage netto 1.000–1.300 €/kW = 6,0–7,8 Mio. €
  • Rückbau Altanlagen: 50.000–150.000 € je Anlage (Stahlrückbau verwertbar, Rotorblätter sondermüllpflichtig)
  • Pachtanpassung: Repowering bedeutet meist neuer Pachtvertrag — höhere Pacht/MW marktüblich
  • EEG-Ausschreibung: kein Repowering-Bonus mehr seit EEG 2017; reguläre Höchstwerte gelten
  • Direktvermarktung: Marktprämie + Vermarktungs-Aufschlag, alternativ langfristig PPA
  • Genehmigungskosten: Gutachten + Verfahren 80.000–250.000 € je Park

Wirtschaftlichkeitsstudie für deinen Standort?

Wir vermitteln deine Anfrage an Ingenieurbüros mit Repowering-Erfahrung — von der Standortbewertung über die Ertragsprognose (MEASNET / LiDAR) bis zur kompletten BImSchG-Verfahrensbegleitung.

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Häufige Fragen

Warum sind moderne Anlagen so viel ertragsstärker?

Drei Effekte multiplizieren sich: doppelte Nennleistung, doppelter Rotordurchmesser (vierfache überstrichene Fläche → mehr Energieausbeute), und deutlich höhere Nabe (stärkerer, gleichmäßigerer Wind in 150 m als in 90 m). Schwachwind-Auslegungen heben die Volllaststunden zusätzlich.

Was passiert mit der alten EEG-Vergütung?

Sie endet 20 Jahre nach Inbetriebnahme. Repowering startet ein komplett neues Anlagenleben mit neuer Genehmigung und neuer Vermarktung — die alten Vergütungssätze sind weg.

Lohnt sich Repowering bei jedem Standort?

Nein. Faustregel: Volllaststunden mind. 2.500 für die Neuanlage, freier Höhenrahmen in der Genehmigung, Pachtverlängerung möglich. Standorte unter 2.200 VLh und mit strikten Höhenlimits sind oft Weiterbetriebs-Kandidaten statt Repowering.