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Freiflächen-PV · Vergütung

EEG-Ausschreibung Solar Freifläche — Volumen, Preise, Wettbewerb

Kurz gesagt: Die EEG-Vergütung für Solar-Freiflächenanlagen wird über die Bundesnetzagentur (BNetzA) per Auktion vergeben. Volumen 2025: 9.900 MW gesamt, gleichmäßig verteilt auf drei Gebotstermine. Der Termin am 01.07.2025 wurde mit 258 Geboten / 2.271 MW bezuschlagt — Preise zwischen 4,00 und 6,26 ct/kWh (Quellen: BNetzA, Termin 01.07.2025).

Eckdaten 2025

KennzahlWert
Ausschreibungsvolumen Solar Freifläche 2025 gesamt9.900 MW
Verteilung3 Gebotstermine je Kalenderjahr
Bezuschlagte Gebote Termin 01.07.2025258
Bezuschlagtes Volumen Termin 01.07.20252.271 MW
Niedrigster bezuschlagter Gebotswert4,00 ct/kWh
Höchster bezuschlagter Gebotswert6,26 ct/kWh
Termin Dezember 2025stark überzeichnet (Quelle: Solarserver)

Wie das Verfahren funktioniert

  • Anlagengröße: erfasst sind Freiflächen-Solaranlagen ab 1 MWp Leistung; Anlagen unter 1 MWp werden außerhalb der Ausschreibung gefördert.
  • Pay-as-bid: Jeder Zuschlag wird zum eigenen Gebot vergütet, nicht zum höchsten bezuschlagten Preis (anders als bei einem Einheitspreis).
  • Höchstwert: Die BNetzA legt vor jedem Termin einen Höchstwert fest, oberhalb dessen keine Zuschläge erteilt werden.
  • Sicherheitsleistung: Bieter müssen vor der Teilnahme eine Sicherheit hinterlegen, die bei Ausbleiben der Realisierung verfallen kann.
  • Realisierungspflicht: Bezuschlagte Projekte müssen innerhalb einer Frist in Betrieb gehen, sonst werden Pönalen fällig.

Wer kommt zum Zug

  • Konversionsflächen (ehemalige Militär-/Bergbau-/Industrieflächen) — historisch oft mit guten Zuschlagschancen.
  • Privilegierte Korridor-Standorte (Autobahn/Schiene, siehe Genehmigung) — neue große Kategorie seit Solarpaket I.
  • Benachteiligte landwirtschaftliche Flächen nach Länder-Verordnung.
  • Sonderkategorien wie Floating-PV und Parkplatz-Überdachungen über Innovationsausschreibung.
Strategischer Hinweis: Die Höchstwerte der Ausschreibung sinken tendenziell mit jedem Termin — wer ein Projekt zur Reife bringt, sollte den Termin sorgfältig wählen. Eine grobe Wirtschaftlichkeits-Prüfung über den LCOE-Rechner hilft, das Gebotsfenster realistisch zu setzen.

PPA als Alternative

Für Anlagen, die ohne EEG-Zuschlag wirtschaftlich darstellbar sind (oder bei denen die EEG-Höchstwerte zu niedrig sind), ist ein PPA (Power Purchase Agreement) der Standard-Weg — direkter Stromliefervertrag mit einem Abnehmer, oft über 10–15 Jahre festgeschrieben. Großparks (> 50 MWp) entstehen heute fast ausschließlich PPA-finanziert.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die EEG-Vergütung im Vergleich zum Marktpreis?

Die Zuschlagspreise (4–6 ct/kWh) liegen meist unter den Marktdurchschnittspreisen — die EEG-Marktprämie gleicht aus. Konkrete Vergleiche je Quartal liefert die Marktprämien-Seite.

Was passiert nach 20 Jahren EEG-Förderung?

Die Anlage wechselt in die Direktvermarktung zum Marktpreis. Bei Solar ist das wirtschaftlich oft attraktiver als bei Wind, weil die Solar-OPEX niedrig sind.

Wer berät bei der Gebotsstrategie?

Erfahrene Projektierer und Energie-Beratungen — wir vermitteln auf Anfrage. Eine individuelle Beratung zur Auktionsstrategie geht über das Format dieses Portals hinaus.