Wie viel Strom erzeugt ein Windrad?
Kurz gesagt: Eine moderne 6-MW-Onshore-Anlage erzeugt je nach Standort 15–20 Millionen kWh pro Jahr — genug für etwa 5.000–7.000 Haushalte. Der genaue Wert hängt von Nennleistung und Volllaststunden ab.
Die einfache Formel
Jahresertrag [kWh] = Nennleistung [kW] × Volllaststunden [h/Jahr]
Beispiel: 6.000 kW × 3.000 Volllaststunden = 18.000.000 kWh/Jahr = 18 GWh.
Ertrag nach Anlagengröße
| Anlage | Volllaststunden | Jahresertrag | Haushalte* |
|---|---|---|---|
| Altanlage 1,5 MW | 1.900 h | 2,9 GWh | ~1.000 |
| Moderne 3 MW | 2.800 h | 8,4 GWh | ~3.000 |
| Moderne 6 MW | 3.000 h | 18,0 GWh | ~6.000 |
| 6 MW Top-Standort Küste | 3.800 h | 22,8 GWh | ~7.500 |
*bei durchschnittlich 3.000 kWh Jahresverbrauch pro Haushalt.
Was sind Volllaststunden?
Die Volllaststunden sind die rechnerischen Stunden pro Jahr, in denen die Anlage mit voller Nennleistung laufen müsste, um den realen Jahresertrag zu erreichen. Sie verdichten Windhöffigkeit, Anlagentyp und Verfügbarkeit zu einer Zahl:
- Küste (SH, MV): 3.500–4.200 h
- Norddeutschland Binnenland: 2.800–3.500 h
- Mittelgebirge: 2.300–2.800 h
- Süddeutschland Schwachwind: 2.000–2.500 h
Eine grobe Abschätzung für deinen Standort liefert der Volllaststunden-Schätzer.
Häufige Fragen
Wie viele Haushalte versorgt ein Windrad?
Eine moderne 6-MW-Anlage versorgt rechnerisch 5.000–7.000 Haushalte. Da Wind nicht konstant weht, ist das ein Jahresdurchschnitt, keine durchgehende Versorgung.
Wie viel CO₂ spart ein Windrad?
Pro erzeugter kWh werden etwa 400–600 g CO₂ gegenüber dem deutschen Strommix vermieden. Eine 18-GWh-Anlage spart somit ca. 7.000–11.000 Tonnen CO₂ pro Jahr.
Läuft ein Windrad rund um die Uhr?
Nein — nur wenn ausreichend Wind weht. Der Kapazitätsfaktor onshore liegt bei 25–40 %, d.h. die Anlage erzeugt im Schnitt 25–40 % ihrer theoretischen Maximalleistung.