WEA-Flächenplaner
Wie viele Windräder passen auf deine Fläche? Aus Hektar, Bundesland, mittlerer Windgeschwindigkeit und Anlagenklasse schätzt das Tool Anzahl möglicher WEA, Volllaststunden, Jahresertrag und Pacht-Spanne — plus den geltenden Landes-Mindestabstand zur Wohnbebauung. Ersetzt keine Windmessung, Parklayout-Planung oder Genehmigung.
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Wir vermitteln an Projektierer und Fachanwälte, die Fläche, Pachtangebot und Windpotenzial prüfen — kostenlos und unverbindlich.
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Die mögliche Anzahl WEA ergibt sich aus dem parkinternen Mindestabstand: 5 × Rotordurchmesser in Hauptwindrichtung × 3 × Rotordurchmesser in Nebenwindrichtung je Anlage (Quelle: BWE, „Flächenpotenziale der Windenergie an Land 2022", September 2022). An Waldstandorten mit höherer Turbulenz sind teils 8×5-Rotordurchmesser nötig — das Tool rechnet mit dem Standard-Wert 5×3 für Freifläche. Die Volllaststunden-Formel und die Anlagen-Faktoren stammen aus dem Volllaststunden-Schätzer (Weibull-Näherung, Formfaktor k = 2,0 für Standard-Onshore).
Die Pacht-Berechnung nutzt den in der Praxis üblichen Umsatzpacht-Anteil von 4–7 % des Stromerlöses (siehe Pacht-Einnahmen für Windräder) auf Basis des EEG-Ausschreibungs-Höchstwerts 2025/2026 von 7,32–7,35 ct/kWh (siehe EEG-Ausschreibungen). Reale Erlöse können über Direktvermarktung/PPA abweichen. Der geltende Landes-Mindestabstand wird nur pauschal angezeigt — die endgültige Distanz entscheidet die TA-Lärm-Prüfung (siehe Abstands-Checker).
Parkabstand nach Anlagenklasse
| WEA-Klasse | Rotor | Flächenbedarf je WEA (5×3D) |
|---|---|---|
| Starkwind-kompakt | 150 m | ≈ 33,8 ha |
| Standard Binnenland | 160 m | ≈ 38,4 ha |
| Schwachwind | 175 m | ≈ 46,0 ha |
Warum die Anzahl WEA kein exaktes Parklayout ersetzt
Die 5×3-Rotordurchmesser-Faustregel geht von einem rechteckigen, ungehindert bebaubaren Flächenzuschnitt aus, bei dem alle Anlagen entlang eines regelmäßigen Rasters in und quer zur Hauptwindrichtung angeordnet werden können. Reale Flächen sind selten so regelmäßig geschnitten: Waldränder, Gewässer, vorhandene Infrastruktur, Abstände zu Schutzgebieten und die genaue Wohnbebauung in der Umgebung zwingen ein tatsächliches Parklayout oft zu einer unregelmäßigen Anordnung, die weniger Anlagen unterbringt als die reine Flächenteilung durch den Faustwert vermuten lässt. Umgekehrt kann ein geschickt an die vorherrschende Windrichtung angepasstes Layout mit versetzten Reihen manchmal mehr Anlagen unterbringen als das einfache Rechenmodell. Die belastbare Zahl liefert erst die Parklayout-Planung eines Projektierers mit digitalem Geländemodell und exakten Abstandsflächen.
Warum die Bundesland-Regelung nur ein Baustein der Standortprüfung ist
Der im Rechner angezeigte Landes-Mindestabstand ist eine pauschale Orientierungsgröße — er sagt, welche Regelebene (feste Meterzahl, Höhenmultiplikator oder reine TA-Lärm-Prüfung ohne Pauschalwert) im jeweiligen Bundesland gilt. Er ersetzt nicht die konkrete Einzelfallprüfung: Selbst in Bundesländern mit fester Pauschal-Regel kann die tatsächlich erforderliche Distanz durch die TA-Lärm-Immissionsprüfung am jeweiligen Wohngebäude größer ausfallen, wenn mehrere Anlagen oder eine bereits bestehende Vorbelastung zusammenkommen. In Bundesländern ohne Pauschalregel entscheidet ausschließlich die TA-Lärm-Berechnung im Einzelfall — dort kann der praktisch erforderliche Abstand je nach Anlagentyp, Schallleistungspegel und Gebietstyp am Immissionsort variieren. Für eine konkrete Abschätzung dieser Distanz hilft der Abstands-Checker in Kombination mit dem Schallpegel-Rechner.
Warum die Faustregel für Parklayouts nur ein Ausgangspunkt ist
Die typischen Abstandsfaustregeln zwischen Anlagen innerhalb eines Windparks (Vielfaches des Rotordurchmessers, quer bzw. in Hauptwindrichtung) dienen dazu, Ertragsverluste durch gegenseitige Abschattung im Nachlauf zu begrenzen. Sie ersetzen aber keine Wake-Modellierung für die konkrete Windrichtungsverteilung des Standorts — bei einer stark einseitigen Hauptwindrichtung kann ein enger gestaffeltes Layout quer dazu wirtschaftlich sinnvoller sein als das reine Lehrbuch-Raster. Die endgültige Anlagenanordnung sollte deshalb immer anhand einer standortspezifischen Ertragsberechnung optimiert werden, nicht allein anhand der Faustregel.
Häufige Fragen
Warum ist der Flächenbedarf je WEA so groß?
Der 5×3-Rotordurchmesser-Abstand verhindert, dass sich Anlagen gegenseitig den Wind „wegnehmen" (Nachlauf-/Wake-Effekt). Bei 160 m Rotor ergibt das 800 m Abstand in Hauptwindrichtung und 480 m quer — macht rechnerisch rund 38 Hektar je Anlage, auch wenn die Anlage selbst nur eine kleine Fundamentfläche braucht.
Was ist Umsatzpacht?
Statt einer festen Pacht pro Hektar zahlt der Betreiber einen Prozentsatz (üblich 4–7 %) des tatsächlichen Stromerlöses der Anlage an den Flächeneigentümer. Das koppelt die Pachthöhe an den realen Ertrag — bei windarmen Jahren sinkt die Pacht, bei guten Jahren steigt sie.
Zählt der Mindestabstand von meiner Fläche ab?
Nein — der Mindestabstand gilt zwischen WEA-Standort und der nächsten Wohnbebauung, nicht von der Flächengrenze. Er reduziert aber effektiv die innerhalb der Fläche nutzbare Zone, wenn Wohnbebauung in der Nähe liegt. Der Rechner zieht diesen Flächenverlust nicht ab — nutze den Abstands-Checker für die konkrete Distanz.
Warum unterscheiden sich die drei WEA-Klassen im Tool?
Starkwind-, Standard- und Schwachwind-Klassen unterscheiden sich im Verhältnis von Nennleistung zu Rotordurchmesser. Ein größerer Rotor bei gleicher oder geringerer Nennleistung erhöht die Volllaststunden am selben Standort, weil die Anlage bei niedrigeren Windgeschwindigkeiten bereits Nennleistung erreicht — verlangt dafür aber auch mehr Fläche je Anlage. Welche Klasse für eine Fläche wirtschaftlich sinnvoll ist, hängt von der gemessenen Windgeschwindigkeit am konkreten Standort ab.
Was passiert, wenn ich ein Repowering statt eines Neubaus plane?
Bei einem Repowering ist die Fläche meist bereits mit Bestandsanlagen belegt und erschlossen — Zuwegung und Netzanschluss existieren häufig schon. Die Anzahl der neuen, größeren Anlagen ist dann in der Regel kleiner als die Zahl der Altanlagen, weil moderne WEA größere Abstände untereinander benötigen. Für eine Repowering-spezifische Einschätzung der Ertragsdifferenz zwischen Alt- und Neuanlage eignet sich der Repowering-Ertragsrechner besser als dieser Flächenplaner, der auf Neubau-Flächen ausgelegt ist.